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Oxytocin

Der Schlüssel zu positiven sozialen Beziehungen in Bezug auf Kinder und Jugendliche


Oxytocin wurde als "Kuschelhormon" bezeichnet. Es ist das Hormon, das freigesetzt wird, wenn wir Liebe und Vertrauen in Beziehungen empfinden. Die meisten Menschen kennen Oxytocin als einen wichtigen Teil des Prozesses der Eltern-Kind-Bindung. Es ist jedoch auch in menschlichen Beziehungen insgesamt sehr wichtig und gilt als unser "sozialer Klebstoff".


Die Freisetzung von Oxytocin erfolgt nicht automatisch, sondern ist vielmehr eine erlernte Reaktion. Für Kinder ist es sehr wichtig, eine wirksame Oxytocin-Reaktion zu entwickeln. Wir stellen fest, dass Kinder, wenn sie missbraucht oder vernachlässigt werden, oft eine unterentwickelte Oxytocin-Reaktion haben. Das liegt daran, dass sie in der Kampf- oder Fluchtreaktion gefangen waren und die Oxytocinreaktion nicht entwickelt haben, um sich zu beruhigen. Deshalb ist die Bindung für Kinder in den ersten Lebensjahren sehr wichtig.


Diese Bindung, die wesentlich durch die Eltern-Kind-Beziehung entsteht, kann auch durch positive Interaktionen mit Erwachsenen wie Lehrern, Trainern und allen, die regelmäßig mit ihnen arbeiten, gefördert werden. Da Oxytocin ein Anti-Stress-Hormon ist, sind Kinder, die Liebe und Vertrauen zu wichtigen Erwachsenen in ihrem Leben empfinden, besser in der Lage, mit Stress umzugehen, und sie sind offener. Diese positiven Gefühle tragen auch zu einem positiveren Selbstbild und mehr Einfühlungsvermögen bei. Dadurch entsteht eine Aufwärtsspirale positiver sozialer Beziehungen.


Nun, da wir die Neurowissenschaften rund um Oxytocin verstehen, wie können wir als Eltern, Lehrer, Coaches und alle, die mit Kindern arbeiten, diese Informationen nutzen? Wir müssen eine Lernumgebung schaffen, die sicher ist und die "soziale Zufriedenheit" des Kindes erhöht.


Das INSPIRE-Programm tut dies, indem es mit diesem Bewusstsein unterrichtet und spielbasiertes Lernen einsetzt. Parallel dazu sind zwei der im Unterricht verwendeten Lehrfähigkeiten speziell darauf ausgerichtet, das Oxytocin-Reaktionssystem der Schülerinnen und Schüler zu verbessern, indem ihre sozialen Fähigkeiten und ihr Einfühlungsvermögen gesteigert werden.


1) Gesunder Wettbewerb: Der Einsatz von "gesundem Wettbewerb" als Lehrfertigkeit im Unterricht hilft den Schülern, Verbindungen zu ihren Altersgenossen herzustellen, und gibt ihnen eine Gruppenzugehörigkeit. Wenn der Ausbilder zum Beispiel eine Übung anleitet, kann er sie als Mädchen- vs. Jungen- oder als Langhaar- vs. Kurzhaargruppe durchführen. Dies hilft den Schülern bei der Entwicklung sozialer

Verbindungen, so dass sie zusammenarbeiten und einander vertrauen, um das Beste für das Team zu erreichen.


2) Extrinsische Motivation: Der Einsatz von "extrinsischer Motivation" im Unterricht hilft den Schülerinnen und Schülern, mehr Selbstdisziplin zu entwickeln. Um die Schülerinnen und Schüler stärker zu motivieren, kann der Lehrer z.B. sagen: "Wenn Du Deine Aufgabe fünfmal fehlerfrei erledigst, mache ich 10 Liegestütze". Das ist für die Schülerinnen und Schüler aufregend, weil es ihnen hilft, den Lehrer als verletzlicher zu sehen, wenn sie Liegestütze machen müssen. Sie entwickeln die Selbstdisziplin, um ihre Form richtig zu machen, so dass sie die Belohnung erhalten, wenn sie den Lehrer Liegestützen machen sehen, was ihnen Spaß macht.


Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, dass unser Gehirn in jedem Alter eine gesündere Oxytocin-Reaktion entwickeln kann. Das geschieht nicht über Nacht und erfordert Zeit und Mühe von Seiten des Erwachsenen, aber die Vorteile für das Kind werden unglaublich sein. Die Schaffung einer Umgebung, die Vertrauen fördert, wird diesen Prozess erleichtern. Denken Sie daran, dass selbst die kleinsten freundlichen Interaktionen, wie z.B. High Fives, Oxytocin freisetzen können.




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